2004 New York
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Der Beginn

Vor dem Vergnügen hatten wir noch die freudige Aufgabe, einen Teil der Urlaubskasse von unseren Hochzeitsgeschenken entfernen zu müssen. Es hat sich gelohnt!

Sven brachte uns nach Köln zum Flughafen. Über Amsterdam ging es dann mit der KLM zum JFK Airport nach New York. Der Flug dauerte etwas mehr als 8 Stunden aber die Unterhaltungsgeräte an Board (DVD, Musik und Spiele separat an jedem Platz) ließen die Zeit um einiges schneller vergehen.
Unsere Spannung stieg natürlich, als wir uns über Long Island unserem Ziel näherten...

Nach der Landung mußten wir uns an der langen Schlange vor den Schaltern der Einwanderungsbehörde anstellen, Mary durchlief diese langwierige Prozedur trotz ihrer immer stärker werdenden Grippe mit Bravour. Nachdem wir unser Gepäck vom Band bekamen ging’s nach draußen und direkt vor dem Terminal stand der Bus vom New York Airportservice, der uns direkt nach Manhattan brachte. Nach einem Umstieg an der Grand-Central Station landeten wir gegen 19:00 Ortszeit endlich im Hotel.

--> Fotoalbum <--

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Unser Hotel: das Milford-Plaza

Unser Hotel, das Milford Plaza, lag strategisch günstig; 8. Avenue zwischen der 44. und 45. St; mehr oder weniger im Hinterzimmer des Times Square. Bis zum nördlichen Eingang der Subway-Station „42. St Port Auth. Terminal“  waren es vom Hoteleingang nur etwa 25m – also insgesamt war der Platz wie geschaffen zum Start in aufregende New York Abenteuer.

Unser erstes Zimmer allerdings war schon recht übel; gelegen in der 6. Etage, direkt hinter den Aufzügen (die man aber nicht hörte) und mit einem düsteren Blick zum Innenhof. Eine ziemlich enge Bude war das, aber da Marion einfach nur schlafen wollte blieben wir zumindest für eine Nacht. Am nächsten Morgen wurden wir ohne zögern im wahrsten Sinne des Wortes ‚upgraded’, denn unser neues Zimmer lag im 21. Stock (#2149) mit einem herrlichen Blick auf die Hochhäuser des Times Square und mit direktem Blick auf die farbenfrohe Glasfassade des Westin-Hotels.

Das Zimmer war mit allen notwendigen Dingen wie TV und Fön und genügend Steckdosen (Laptop, Ladegerät) ausgestattet und auch Mary konnte hier ohne Probleme grippebedingt zwei Tage komplett im Bett verbringen.

Das Hotel gehört sicher nicht zu den teuersten Adressen in NYC aber gerade wg. des unkomplizierten Umganges mit Gästen und natürlich wegen der genialen Lage können wir das Hotel empfehlen.

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Der Times Square

Auf dem Rückflug las ich zufälligerweise in der Süddeutschen Zeitung einen Bericht über den Times Square, der in diesen Tagen 100 Jahre alt wurde. Diese Seite drei vom 17.18. April 2004 habe ich aufgehoben und einen Teil dieser von Andrian Kreye geschriebenen Sätze will ich hier zitieren, da sie das Erlebte ziemlich treffend wiedergeben:

 „Wer verstehen will, warum so viele Schriftsteller den Platz als Herz der Welt beschrieben haben, braucht dafür fünf Minuten. Man nehme sich nach Einbruch der Dunkelheit dort ein Taxi, wo die ehrwürdigen Wohnpaläste der Reichen und Berühmten ihr sanftes Licht auf das gepflegte Dunkel des Central Parks werfen. Dann biegt man in den Broadway, und schon nach wenigen Metern verliert sich das zarte Dämmern in den hysterischen Lichtkaskaden, die aus der Neonschlucht des Times Square in den Straßen gleißen. Ein paar hundert Meter noch, dann öffnet sich der Broadway auf eine Breite von zehn Spuren, man erhascht einen Blick auf die haushohen Schriften, Plakate und Bilder, auf die Glasfronten, vor denen sich die Menschen stauen, auf die pulsierenden Bänder der Börsenkurse und Nachrichtendienste. Dann ist der Zauber schon vorbei, und man taucht ins schmutzig gelbe Licht von Downtown New York.
So einfach funktioniert der berühmteste Platz Amerikas. Wer hier aussteigt, wird allerdings enttäuscht. Einen klimatisierten Marktplatz der Konsumkulturen findet er, mit Filialen der weltgrößten Imbiss- und Ladenketten. ...”

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Auch wir blickten natürlich immer wieder staunend auf diesen Platz, auf das Glitzern der gigantischsten Werbeflächen, die man sich vorstellen kann, auf den Lärm, der von überall zu kommen schien; allerdings wirken die immer vorhandenen Menschenmassen teilweise erdrückend. Interessant wird es, wenn bei MTV eine Show mit berühmten Gästen stattfindet, dann wird der Times Square zur Party-Zone.

Die schönsten Bilder schossen wir jedoch im dicksten Regen – entweder weil tagsüber der Nebel alles wie in Watte verpackt erscheinen ließ, oder nachts, weil sich die grellen Lichter noch imposanter auf den nassen Straßen spiegelten. Und wirklich lustig wird’s, wenn das eigene Gesicht auf eine der Werbetafeln erscheint. Diese Bilder von Mary gibt’s im --> Fotoalbum <--.

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Downtown Manhattan inkl. Ground Zero

Am dritten Tag fuhren wir morgens in den Süden Manhattans, zum Ort der im September 2001 die Welt veränderte. Die noch vorhandenen gigantischen Löcher am Ground Zero lassen auch heute noch die Größe des World Trade Centers erahnen. Schweigend und mit einem beklemmenden Gefühl gedachten wir der vielen Opfern dieser furchtbaren Tat.
Den spannenden Aufbau des neuen WTC kann man hier live verfolgen.

Das sich in unmittelbarer Nähe des WTC befindliche und oft als Fundgrube für tolle und vor allem preiswerte Designerklamotten gehandelte Kaufhaus 21.Century fanden wir allerdings enttäuschend (mal abgesehen von Mary’s neuer Steve Madden* Sonnenbrille…).

Am sechsten Tag besuchte ich alleine den Battery-Park. Dort erlebte ich endlich den erhofften Wetterumschwung und genoss dabei den Blick auf die Freiheitsstatue. Leider hätte die geplante Überfahrt mit der Staten Island Ferry zu lange gedauert, das müssen wir uns dann für unseren nächsten NYC-Besuch vornehmen!

*who the fuck is Steve Madden ;-) !?

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Das Empire State Building - der höchste Punkt der Stadt
 
Das Empire State Building ist in NYC immer präsent und wegen der häufig wechselnden Beleuchtung, ist das Anschauen der Turms gerade nachts immer wieder ein Erlebnis.

Die Tickets besorgten wir uns vorher direkt auf der offiziellen Homepage und wer nicht unbedingt Wert auf ein Original-Ticket legt, der sollte aus Zeitgründen diesen sehr bequemen Weg wählen, denn alleine das Anstellen für den Kartenkauf dauert bestimmt 2 Stunden.
Trotzdem mussten auch wir vor dem Aufzug noch etwa 30 Minuten warten und dann ging’s endlich hinauf……aber nur bis zur 80. Etage. Über einen Fotostopp ging es von hier noch mal 6 Stockwerke nach oben – und die Aussicht ist atemberaubend – die Bilder auf dieser Seite und im Fotoalbum bestätigen das sicher.
Insgesamt blieben wir fast 45 Minuten oben und auch die ziemlich teuren Fotos (16,-$ für 2 Stück) kauften wir als Erinnerung an dieses Erlebnis.

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Eishockey in New Jersey

Per Zufall las ich eine Anzeige in der New York Post, daß am 14.4. in New Jersey das vierte NHL Playoff-Spiel im Eishockey zwischen den New Jersey Devils und den Philadelphia Flyers stattfindet. Eine Odyssee war schon das Besorgen der Tickets über den Vorverkauf. Eine Fahrt bis zur Halle im Meadowlands ist ohne Auto nicht so einfach möglich (ich stand eine Stunde am Busbahnhof und suchte vergeblich den richtigen Bus), also blieb noch ticketmaster.com. In NYC sollte es doch auch so ein Büro geben…
…nach vielen Nachfragen fand ich den Terminal im Basement von HMV (5.Ave; Bild 1). Der Spaziergang dorthin bescherte mir aber mein erstes Pastrami-Sandwich.

Am Spieltag selbst ging es per Sonderbus (Roundtrip 7,-$ pro Person) vom Port Auth. Terminal direkt zur Halle im Meadowlands.  Wegen des starken Regens blieb uns leider der einzigartige Blick von Hoboken auf Manhattan verwehrt, zumindest bei Tageslicht.
Nach etwa 45 Minuten Fahrtzeit erreichte der Bus den Parkplatz vor der Continental Airlines Arena. 

Das Spiel begann pünktlich und leider schossen die Gäste direkt in der 2. Minute das 0:1. So blieb es bis zur Mitte des dritten Drittels. Dann gab’s mit dem 0:2 und dem 0:3 den Gnadenstoß für die Devils. Wegen des Spielstandes war die Atmosphäre in der Halle nicht so überwältigend – mehr als ein ‚lets go devils <klapp> <klapp>’ brachten die Zuschauer kaum zu Stande.

Achtung Insider-Tipp! In der Halle gibt es eine Menge an Fast-Food Angeboten. Das Zeug ist wahnsinnig teuer und schmeckt überhaupt nicht. Also besser vorher genügend essen!

Der Bustransfer zurück nach NYC hat dann ohne Probleme funktioniert und da der Regen kurzfristig aufgehört hatte, bekamen wir wenigstens jetzt den gigantischen Ausblick auf die gewaltige, nächtliche New Yorker Skyline.

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Roosevelt Ave in Queens oder “die Straße der Nationen”


Im Frühjahr 2003 las ich im Stern einen Bericht über die Straße der Nationen, also über die Roosevelt Avenue in Queens. Wegen dieses Berichts wollte ich mir die Straße unbedingt anschauen und direkt am ersten echten New Yorker Tag bot sich die Möglichkeit, da Mary wegen ihrer Grippe leider außer Gefecht war.

Direkt von der Subway-Station Times Square ging’s mit der Linie 7 rüber nach Queens und etwa 15 Minuten später war ich in einer anderen Welt. Auffallend und sicher auch bekannt an der Roosevelt Av. ist die Überdachung der gesamten Straße durch die oberirisch verlaufende Subway-Trasse, ein Ungetüm aus grünen Stahlpfosten, grünen Verstrebungen und 1.000.000 Nieten.Die Straße selbst bietet unheimlich viel zu sehen. Geschäfte aus beinahe allen Ländern sind hier zu finden und die Düfte der verschiedenen Fast-Food Läden und der Straßengrills wechselten sich im 30 Sekundentakt ab. Es gibt sicher kaum einen anderen Ort in der Welt, auf dem man in so kurzer Zeit so viele ethnische Gruppen sieht; die Straße trägt ihren Beinamen absolut zu Recht.
Wenn man in NYC mehr als drei Tage Zeit hat, dann muß man diese Straße einfach gesehen haben.
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Shopping in Soho

Soho lernten wir vor allem über das dortige Teilstück des Broadways kennen, dass von der Housten St. und der  Canal St. umklammert wurde.
Als wir an der  Subway-Station Lafayette St. ankamen, fielen uns zuerst die riesigen Mode-Wandwerbebilder auf, die hier fast alle Häuserenden zierten. Mehr oder weniger zufällig liefen wir dann den Broadway in südlicher Richtung herunter und hier gab’s dann wunderschöne Möglichkeiten zum Shopping. 

Beeindruckend waren z.B. die OMG Jeans Stores, die eine riesige Auswahl an Levis, Wrangler und anderen Jeansmarken hatten. OMG hatte alleine drei Geschäfte auf diesem Abschnitt des Broadways.
Wegen des günstigen Dollarkurses (1 EUR = 1,20 US$) hat das Einkaufen und Bummeln natürlich Spaß gemacht und die kleineren Geschäfte hier gefielen uns besser als z.B. Macy’s – das wegen seiner Größe schon beeindruckend, aber letztendlich auch viel unpersönlicher ist.
Aber zurück nach Soho. Im Cafe Miro (474 Broadway) tranken wir einen leckeren Kaffee und genossen den Trubel der vorbeilaufenden Menschen.Weitere interessante Geschäfte waren dann für uns z.B. SoHome (499 Broadway), hier gibt’s interessante Accessoires für die Wohnung (wir hatten eine tolle Lampe gesehen) oder Old Navy – ein Bekleidungsmarkt für den normalen Geldbeutel (tolle Kinderklamotten). Mary hingegen schwärmte noch Wochen später von einer riesigen Drogerie mit einem beinahe unübersichtlich großen Angebot an Haarbürsten, Klämmerchen, Lotions, Cremes und anderen Artikeln, die vermutlich jedes Frauenherz höher schlagen lassen.

Zum Abschluss unserer Shopping-Tour konnten wir an der Ecke Broadway / Canal St. sogar ein bisschen die Luft von China Town riechen.

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Central Park

Der Park an sich ist gigantisch – da die Bäume noch nackt waren, konnte man die dahinter liegende Silhouette der Stadt gut sehen, dieser Umstand sorgte für viele interessante Fotos. ‚King Roi X’ aus der Bronx zeigt mir dann Belvedere Castle; ein kleiner Turm in etwa der Mitte des Parks. Von der Aussichtsplattform dieses Turmes konnte man einen Großteil des Parks überblicken – imposant.

Im Park selbst sah’ man wieder überall die Squirrel – kleine Hörnchentiere, die sehr zahm scheinen, zumindest laufen sie beim Anblick von Menschen nicht gleich davon.

Der Park gehört  den New Yorkern, davon konnten wir uns am letzten Tag überzeugen. Es war Samstagmittag, die Sonne schien und der Park war voller Menschen. Auf den Baseballfeldern am Heckscher Playground wurde Baseball gespielt und wir schauten dabei zu. Anschließend genossen wir die Sonne auf Sheep Meadow und dabei fühlten wir uns fast schon wie echte New Yorker. Genial. 

Wenn wir noch mal nach New York kommen, dann haben wir auf jeden Fall auch unsere Jogging-Schuhe dabei – in diesem Park muß man einfach mal gelaufen sein…

Als ich am Ostersonntag mit der Subway aus Queens kommend an der 57th Street ausstieg und einen Park sah, ahnte ich nicht, dass dies bereits der südöstliche Zipfel des Central Parks war. Es könnte an diesem Tag am allgemeinen Grau der gesamten Umgebung gelegen haben…
… oder einfach an Ortsunkenntnis, verbunden mit einem Ausflug ohne Stadtplan.

Der zweite Trip zum Central Park war geplant und fand bei schönstem Frühlingswetter statt. Da ich das Dakota Building als erstes sehen wollte, fuhr ich bis zur 72 Street. Das Gebäude ist eher unspektakulär und hier erinnert nichts mehr an John Lennon, der bis zu seiner Ermordung am 8.12.1980 in diesem Apartment-Haus lebte. Bewegender war dann schon die Stelle im Strawberry Field des Central Parks, an der eine „Imagine“ Gedenkplatte als Mosaik in den Boden gelassen wurde (Bild 5 – im Hintergrund das Dakota Building und Bild 24) – hier standen immer viele Leute in Gedanken an diesen großartigen Menschen.

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Rückreise oder das Ende

Unsere Rückreise lief genau so unproblematisch ab, wie die Hinreise. Einen Tag vor dem Termin riefen wir den Airportservice an, damit der Bus uns auch am kommenden Tag pünktlich vor dem Hotel abholt. Das hat dann auch prima funktioniert. Am Kennedy Airport ging in Terminal 4 dann erst mal nichts, da ein Emergency Alert dort alles lahm legte. Da wir aber 4,5 Stunden vor unserem geplanten Abflug ankamen, erlebten wir diese Verzögerung recht entspannt (und dennoch war’s aufregend...).


Die KLM-Maschine startete eine Stunde verspätet; wegen unseres sowieso ziemlich langen Anschlussaufenthaltes in Amsterdam war uns dat eh’ ‘lang wie breit’. Den kurzen Flug (6 Stunden) nutzten wir vor allem zum Schlafen.

Viel mehr Bilder aus New York gibt es in unserem --> Fotoalbum <--.