ATG-Winterlauf 2011
disclaimer

Ab dem 12.09.2011 war die Anmeldung zum 49. ATG-Winterlauf geöffnet - bereits am 26.9. war das auf 2.500 Läufer begrenzte Kontingent erreicht. Zum Glück werde ich immer per Counter an die Anmeldung erinnert. Es wäre tragisch, wenn ich diesen Jahresabschlusslauf irgendwann mal nicht mitlaufen könnte.

Vom 1. Advent  an plagten mich heftige Schmerzen im linken Schienbein, so dass ich 10 Tage vor dem Lauf meine letzte Trainingsrunde unter Schmerzen wagte. Danach war Schonung angesagt, unter diesen heftigen Schmerzen hätte ich meine Teilnahme wohl absagen müssen. Durch die Ruhigstellung bekam ich die Schmerzen gut in den Griff; das in der Laufwoche bestellte und angewandte Kinesio-Tape erfüllte dann eine zusätzliche Stützfunktion. Der 3. Advent konnte also kommen.

Am Wettkampfmorgen stand ich gegen 8.00 Uhr auf und es gab erst mal mein Rennfrühstück. Die übliche Wettkampfvorbereitung begann, die schwierigste Entscheidung war die Wahl der Hose. Long- oder 3/4 Tight. Da ich ein echter Kerl bin, entschied ich mich für die kurze Variante :-) . Es konnte los gehen.
Marion fuhr uns (also Iris, Sven und mich) wieder in die Eifel. Kurz vor Mulartshütte steigen wir aus, so dass wir den letzten Kilometer bis zum Startplatz schon als Aufwärmspaziergang nutzen konnten. Im Gegensatz zu den letzten Jahren nutzten wir dafür nicht die Straße sondern den Waldweg. Zu dieser Zeit war es in Bodennähe noch ziemlich kalt, wir wünschten uns Handschuhe...

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Am Startplatz trafen wir noch Klaus und seine Laufkumpels und später auch noch Arnd und Stefan. Eine weitere Überraschung gab es in Form von einer Startblockbeschilderung. Fein!
Also begaben wir uns noch einmal auf die Straße, das Warmlaufen begann.

Wir sortierten uns dann kurz vor Beginn des 1:35er Blocks - der Lauf konnte starten.
 

11.03 Uhr - PENG - ca. 2.200 Läufer setzten sich in Bewegung. 

Unmittelbar mit dem heißen Loslaufen verrutschte mein HF-Messer, ich zog ihn gleich runter in Richtung Bauchnabel. Diese Daten waren jetzt schon wieder nicht zu gebrauchen, also identisch zum HM in Köln. Verrückt, dass das jetzt zum 2. Mal in einem Wettkampf passiert ist.

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Gleich vom Start an verlor ich alle bekannten Gesichter aus den Augen. Der erste km lief richtig gut, auch der lange Anstieg des 2. km war gar kein Problem. Dann ging es für 4 km stetig bergab. Hier galt es tempomäßig dran zu bleiben, was mir auch sehr gut gelang. Die Beine, insbesondere das linke Schienbein muckten nicht.

Bei km 6,5 ging es hoch zum Viadukt der Vennbahn und dann schnurgerade in Richtung Bahnhofsvision Kornelimünster. Dort, bei Kilometer 7 ist die erste Getränkeausgabe und vor allem wartet in diesem Bereich immer Marion mit einem Lächeln und dem Fotoapparat im Anschlag. Ich fühlte mich gut, gönnte mir dennoch einen Becher mit Tee.

Bei etwa 10,5 km hörte ich die Sambatrommeln. Eigentlich bedeuten diese Trommeln nichts Gutes, denn ab hier kommt Hitfeld. Hitfeld heißt 3 km im Zick-Zack übers offene Feld, hier war der SW-Wind teilweise unangenehm spürbar. Meine Beine wurden schwerer , das Hüftgelenk zwackte etwas und mit dem Einlaufen in den Aachener Wald spürte ich dann auch den ersten Schmerz im linken Schienbein. 

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Die Schmerzen waren absolut erträglich, allerdings merkte ich nach 12 km nachlassende Power, ich war vermutlich etwas mutig die ersten Kilometer angelaufen - auch machte sich die Trainingspause vor dem Wettkampf bemerkbar.
 
Mach dem Überqueren des Beverbachs (siehe das Bild in der Mitte) kam erst ein kurzer knackiger Anstieg, bevor es dann ca. weitere 500 Meter bis zur Querung der Monschauer Straße weiter leicht stetig bergan ging. Hier musste ich deutlich Pace rausnehmen, mein Traumziel von unter 1:30 war damit geplatzt.

Den Getränkestand der Lebenshilfe (wie passend) nutzte ich zur letzten Wasseraufnahme. Dadurch tankte ich wieder Energie und konnte noch recht locker die letzten 3 Kilometer zum Stadion “Am Chorusberg” laufen.

Ich war froh, als ich die Stimme des Stadionsprechers hörte. Dadurch mobilisierte ich die letzten Kraftreserven, richtete meine Klamotten (es sollten Fotos gemacht werden...) und zog ein entspanntes Gesicht auf. Zielspurt - und mit handgestoppten 1:32:43 durchlief ich den Zielbogen.
 

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Als Finisher Geschenk gab es die obligatorische Printe und zusätzlich ein paar Laufhandschuhe mit gesticktem ATG-Logo. Schön...

Im Ziel trafen wir dann noch Tom, der zum ersten Mal die Strecke lief und all die bekannten Gesichter vom Start.

Noch heute, also mehr als 30 Stunden nach dem Zieldurchlauf, spüre ich die Muskeln mit einem Kater in meinen Waden und Oberschenkeln. Die Anstrengung hat sich also gelohnt!
 

Unser offizielles Ergebnis (Bruttozeitnahme)
Platz...Zeit..Name ...........Verein ..........Jahr PAK AK .Min/KM
356 01:24:28 .Hahn, Stefan ...Kibo05 ..........1967 071 M40 04:41,5
514 01:27:48 .Hansen, Sven ...HansenRuns ......1967 103 M40 04:52,6
515 01:27:48 .Butsch, Arnd ...Team Winner .....1969 104 M40 04:52,6
763 01:33:05 .Hansen, Dirk ...HansenRuns ......1967 153 M40 05:10,2
947 01:36:15 .Funken, Iris ...Alsdorf .........1965 018 W45 05:20,8
953 01:36:26 .Robertz, Klaus .Herzogenrath ....1963 187 M45 05:21,4
995 01:37:16 .Sommer, Tom ....Fischkoeppe .....1964 193 M45 05:24,2

2131 Finisher gesamt
1584 Finisher Männer
547 Finisher Frauen
314 Finisher M40

Vielen Dank an Marion für die tolle Unterstützung vor dem Lauf, an der Strecke und danach und natürlich für einen Teil der hier gezeigten Fotos. Den Lauf aus Ihrer Perspektive kann man in ihrem Blog nachlesen.

Vielen Dank an Iris fürs Abholen der Startnummern.

 

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