Die Säulen der Erde
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Die Säulen der Erde
von Ken Follett

Zum Inhalt
Grausame und blutige Auseinandersetzungen zwischen Kirche, Adel und Volk prägen die Zeit auch im England von 1123 bis 1173. Macht und Geld, Intrigen und List, sowie Liebe und Not verbinden die Schicksale der verschiedensten Menschen miteinander. Im Vordergrund steht der Kathedralenbau zu Kingsbridge, der in einem Kampf auf Leben und Tod über viele Jahre dann doch zustande kommen soll.

Über den Autor
Ken Follett hat mit diesem Roman einen Bestseller geschrieben. Knapp 1200 Seiten umfassend, spannend, mitreißend und historisch brillant recherchiert, zeigt er den Autor hier von einer etwas anderen Seite. Ausschlaggebend für Ken Follett ist immer wieder die mitreißende Spannung, die den Leser nach seinen Geschichten süchtig werden lässt. Seine Bücher lassen sich nur schwer und mit großer Mühe wieder aus der Hand legen (z. B. „Der dritte Zwilling“, „Die Kinder von Eden“).

Mein Statement
Hat man einmal angefangen, diese historische Geschichte zu lesen, muss man sie so schnell wie möglich in sich aufsaugen. Mehr als einmal habe ich, neben unzähligen Gänsehäuten, einige Tränen vergossen und tiefe Seufzer des „Mit-Leidens“ von mir geben müssen, ebenso ein breites Grinsen, als endlich der lang ersehnte erste Kuss stattfindet.

Wieder ein toller Roman, der sehr schön widerspiegelt, wie das Leben vor vielen, vielen Jahren gewesen sein muss, teilweise sehr einfach, dann wieder sehr grausam und listig, aber sicher nicht weniger Macht besessen und auch romantisch und liebvoll wie heute. Hier wird viel über die Kirche und Klöster und den damaligen Adel erklärt, so dass sich die Vorstellungen, die wir durch das Fernesehen durch Filme (z. B. Braveheart mit Mel Gibbson) aus dieser Zeit vermittelt bekommen haben, doch überwiegend bestätigen. Die verschiedenen Charaktere großartig beschrieben, schonungslos brutal und brillant miteinander versponnen die Handlungen, zeichnen sie diesen Roman aus.

Mein Fazit
Wer historische Romane mag, liegt hier 100 % richtig. Einzig die Beschreibungen der architektonischen Bauweisen der damaligen Kirchen und Dome fand ich phasenweise zu detailgetreu und konnte mit den Fachbegriffen nicht immer etwas anfangen (was jedoch für das Verständnis nicht bedeutend war). Häufig hatte ich die Geschichte von Robin Hood vor Augen, die sich etwa zur gleichen Zeit abgespielt haben muss und die große Parallelen aufzeigte. Ein tolles, spannendes Buch (das Aufgrund seines Umfangs nicht immer leicht in der Hand zu halten war), sicher für Männer wie für Frauen gleichermaßen lesenswert.