Erdbeermund
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Ich bin so wild nach Deinem Erdbeermund
Klaus Kinski

Zum Inhalt und zum Autor
Ein Mann, der sich selbst als Hure bezeichnete: Klaus Kinski, international berühmter Filmschauspieler (geboren 1926, gestorben 1991), Exzentriker in Leben und Spiel, hat keine übliche Biografie geschrieben. In diesem Buche posiert kein Star. In diesem Buch stellt sich einer unzensiert dar. Eine Figur – der barocken Sinnen- und Dämonenwelt entsprungen: Klaus Kinski, wie er lebte, liebte und litt…
 
Mein Statement
Ich gebe zu, dass ich das Buch nur in die Hand genommen habe, weil mich im ersten Moment nichts Besseres in unserem Regal angesprochen hat. Das arg vergilbte Taschenbuch aus dem Jahre 1979 !! stammt noch aus den Archiven meiner Eltern.
Recht schnell hat mich das Buch jedoch gepackt, so dass ich die knapp 300 Seiten innerhalb von 5 Tagen ausgelesen habe.

Kinski ist seither eine sehr beeindruckende Persönlichkeit für mich geworden, ich habe mir bereits ein weiteres Buch von ihm bestellt (Jesus Christus Erlöser – Fieber und Tagebuch eines Aussätzigen) und freue mich schon sehr darauf, es bald lesen zu können.

Ich ziehe meinen Hut symbolisch vor Klaus Kinski, den ich nach dem Lesen des Buches erst einmal mehrfach „gegoogelt“ habe. Viel wusste ich nicht von dem deutschen Star Klaus Günter Karl Nakszyński; , der aus Polen stammt, von dem Exzentriker, dem Genie und dem Wahnsinnigen – vor allem aber glaube ich „dem missverstandenen Revoluzer“. Klaus Kinski war für mich bis dato ein Darsteller aus „Winnetou“ und „Edgar Wallace“, er war der furchtbare Nosferatu, vor dem ich mich so gegruselt habe, als ich 10 oder 12 Jahre alt war.

Vielmehr ist Klaus Kinski aber autentisch, er ist irre und einfach ebenso genial. Nein, es sind nicht seine tausendfachen Sexerlebnisse, die er in diesem Buch (teilweise mehr unspektakulär aneinanderreihend als erotisch) schildert, es ist sein Charakter, der mich fasziniert hat. Oder ist es mehr seine Exzentrik? Seine Lebens-Geschichte, die recht traurig und extrem arm begann? Dass er eine Schwäche für kleine Mädchen hatte, ist ebenso faszinierend wie abstoßend. Klaus Kinski sagt, was er denkt und was er denkt, ist nicht immer unbedingt das, was man hören will. Kinski muss eine unbeschreibliche Aura gehabt haben, die sowohl das weibliche wie auch das männliche Geschlecht außerordentlich angesprochen hat.

Mein Fazit
Das Buch hat mich gefesselt, weil es mich neugierig gemacht hat, von Seite zu Seite. Und nun will ich mehr wissen über diesen einmaligen, unvergleichlichen Menschen. Sein Sohn Nikolai sieht ihm schon sehr ähnlich…(http://www.nikolaikinski.de/) Ich glaube, wenn ich Kinski damals begegnet wäre, wäre ich sicher auch seinem Charme verfallen… damals, in der flower-power-Zeit… ;-). Also, wer gerne Biografien liest, ist hiermit bestens bedient, wenn auch nur ein Teil seines Lebens dargestellt wird. Über das nächste Buch werde ich sicher auch berichten.